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Leistungsmessung

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M-E-W
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Leistungsmessung

#1 Beitragvon M-E-W » Sa Mär 11, 2006 11:43 am

Hallo zusammen,

wenn ich an meiner MS drehe, interessiert mich natürlich auch das Ergebnis.

Z.B. auch Leistung und Drehmoment.

Jetzt hab ich aber keinen eigenen Prüfstand (wer hat das schon ).

Also hab ich mir zum Spass mal so´n Ding von Tesla ( GTechPro ) gekauft.
Funktioniert zwar ist aber nicht der Renner und die Aktuellen Modelle sind natürlich sehr teuer.

Aber, es gibt ja alternativen:

Die ganz einfache Variante:

http://www.tweecer.com/StreetDyno/index.html

bzw Homedyno und wie sie alle heißen.

Aber auch so etwas hier:

http://people.freenet.de/denniskb/gmeter.htm

Was mich schon eher interessieren würde. Da stellt sich jetzt die Frage ob jemand auch interesse hat und die möglichkeiten hat ein Layout zu erstellen. :wink:

Gruss

Jörg
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#2 Beitragvon id073897 » Sa Mär 11, 2006 3:36 pm

Ich finde beide Lösungen pfiffig, wobei ich die erste bevorzugen würde, weil sie vom Verfahren her dem Prüfstand am nächsten kommt.

Gruss,
Gunter

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ami8break
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Leistungsmessung

#3 Beitragvon ami8break » Sa Mär 11, 2006 10:44 pm

M-E-W schrieb:

> Also hab ich mir zum Spass mal so´n Din von Tesla ( GTechPro )
> gekauft.
> Funktioniert zwar ist aber nicht der Renner und die Aktullen Modelle
> sind natürlich sehr teuer.

Hallo Jörg,
kann mich an Erfahrungsberichte hier im Forum erinnern, die meinten dass
diese GTech-Dinger sehr gut wären.
Sind deine Ergebnisse nicht reproduzierbar - oder was lässt dich
unzufrieden sein?

> http://people.freenet.de/denniskb/gmeter.htm
> Was mich schon eher interessieren würde. Da stellt sich jetzt die
> Frage ob jemand auch interesse hat und die möglichkeiten hat ein
> Layout zu erstellen.

Gleich vorweg, Layout erstellen/ätzen kann ich nicht.
Habe mir die Seite (danke für den Link) gleich neugierug angschaut weil
mich solche DIY-Projekte sehr interessieren.
Habe bald erkennen müssen dass sich das schon finanziell für mich nicht
auszahlt. Der ADXL202 kostet im 1000er-Packerl fast 10$, das sind dann
bei RS-Components ~44€ für einen. Der aktuelle Programmierkit STK500
kostet beim Conrad 150€. zu dem Preis kann ich meine Kennlinie auf einem
Profi-Prüfstand (~75€ beim örtlichen BOSCH-Service) ermitteln lassen,
und dann im Anschluss gleich ein paar Streetdynoruns machen und die
unbekannten Paramter im Afterprocessing so hinbiegen dass die Kurven
deckungsgleich sind.

Reizvoll wäre ev der einfachste g-Sensor ADXL311JE (4,25$/1000# bzw
12,70€/1# bei RS-Components). Hat den Nachteil dass er nur 174mV/g (bei
3V) schafft, während der ADXL202 312mV/g (bei 5V) schafft.
Mit einem Verstärker kann man das Signal vielleicht so verstärken (toll
wenn gleich inkl Temperaturkomopensation +/-0,001g/°C, ausgehend von
25°C), dass bei max. denkbarer Beschleunigung an die 5V rauskommen, so
könnte man das Signal in MS einlesen. In der ini-Datei von MT kann man
dann eine Formel eingeben die aus den eingelesenen ADC-Werten das
Drehmoment bzw die Leistung ausrechnet und im Datalog abspeichert.
Das gleiche (aber wg Zeitungenauigkeit schon prinzipiell fehlerbehaftet)
kann man auch mit dem HiRes-Tach-Wert machen.
Dann kann man das g-Signal mit dem drehzahlbasierenden 'Dyno'
vergleichen. Ist der G-Seonsor ordentlich kallibriert, sollten die
Kurven deckungsgleich sein, bzw genauer sein, weil die Drehzahlmessung
bei MS/MT ungenau/grob sind.
Wie der g-Sensor (mit Kabel dran) exakt kallibriert wird kann ich
natürlich nicht sagen. :)

Bisher habe ich mit Streetdyno gearbeitet. Ist ganz ok, nur recht
aufwändig die wav-Files so einzulesen, dass ein sinnvoller Graph
rauskommt, bzw nacher noch mehrer Runs übereinanderzulegen (Mittelwert)
um einen fehlerbereinigten Graphen zu bekommen.
Da fällt mir ein, dass ich eigentlich auch das Signal nach dem
MS-Optokoppler in die Soundkarte einlesen könnte, das sollten doch
saubere Rechteckschwingungen sein.

lg
»Horst

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#4 Beitragvon id073897 » Sa Mär 11, 2006 11:01 pm

Mit welcher Frequenz kann das MS eigentlich loggen? Wenn nur die Differenz vorher-nachher von Interesse ist, dann sagt der Verlauf der Drehzahlkurve schon genug aus. Ich vermute mal, über einige wenige Herzt wird man wohl nicht weit hinauskommen, oder?

Gruss,
Gunter

edit: das STK ist nicht unbedingt nötig, bei den avrfreaks.com oder den deutschen Sites gibt es DIY-Lösungen um den Chip zu programmieren.

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ami8break
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#5 Beitragvon ami8break » Sa Mär 11, 2006 11:37 pm

id073897 schrieb:

> Mit welcher Frequenz kann das MS eigentlich loggen?

Gunter,
bei MT (MSI) kann man unter Communication/Settings die [ms]
Timerintervall einstellen. Standard ist 50ms, man kann auch z.B. 0ms
einstellen, dann kommen die Daten 'irgenwie/-wann' daher (erinnere mich
so an 15-50ms in unregelmäßigen, zufälligen Abständen). Weiß gar nicht
wie es ausschaut wenn man z.B. 100ms einstellt. MSI ist auf 9600 (bbs
oder so) beschränkt, MSII packt angeblich auch MSII - was der
Genauigkeit zugute kommen sollte.
Ich weiß nicht wie groß die Ungenauigkeit ist, d.h. wieviel ms die Daten
einer MT-Datalog-Zeile vom angegbenen Zeitwert abweichen, was dem
MT-Fehler entsprechen würde. Außerdem kommt dann noch dazu dass MS
intern mit den Drehzahlen recht salopp (100er-Schritt) umgeht, also noch
ein Fehler.
lg
»Horst


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Re: Leistungsmessung

#6 Beitragvon id073897 » So Mär 12, 2006 1:16 am

ami8break hat geschrieben:id073897 schrieb:

> Mit welcher Frequenz kann das MS eigentlich loggen?

Gunter,
bei MT (MSI) kann man unter Communication/Settings die [ms]
Timerintervall einstellen. Standard ist 50ms,


50 ms bedeutet 20 Hz, oder auf eine Zehntelsekunde genau. Das würde ich schon als Genauigkeit akzeptieren. Dann bräuchte man nur eine Fahrt bei bekannter Leistung zu machen, ein bisschen Spreadsheet füllen, und ab da würde es reichen, ein MS-Log der Drehzahl dort hinein zu füttern. Wozu hingehen und umständlich ein neues Logging aufbauen, wenn man schon eins hat?

Gruss,
Gunter

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#7 Beitragvon id073897 » Mo Mär 20, 2006 7:27 pm

Zufällig gefunden. Das Verfahren, mit dem dort gearbeitet wird, ist jetzt wohl klar :-)

http://www.longus.net/01deutsch/02diagn ... DF/pkw.pdf

Gruss,
Gunter

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#8 Beitragvon tadek » Di Mär 21, 2006 8:57 am

Noch einmal zum G-Tech Pro.

Ich bin nicht so überzeugt davon, sowohl was die Reproduzierbarkeit als auch das Funktionsprizip angeht.

Die maximale Leistung wird mit dem G-Tech (laut Anleitung) grundsätzlich in den unteren Gängen gemessen. Dort ist aber alles andere, also Fahrbahn, Witterungsbedingungen, Gas- ung Kupplungsfuß des Fahrers, vielleicht sogar seine Schuhe :lol: entscheidender als die Motorleistung. Bei hohen Gängen überwiegt dann allerdings aufgrund der Geschwindigkeit der Luftwiderstand, so dass dort eine genaue und reproduzierbare Messung schlecht bis gar nicht möglich ist. Außerdem interessiert ja auch nicht der Maximalwert der Leistung, sondern der Drehmomentverlauf, oder?

Habe jedenfalls auch vor Ewigkeiten mal so'n Ding bestellt und dann festgestellt, dass es für meine Zwecke ungeeignet ist.

Gruß,

Tadek

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#9 Beitragvon Scummer » Di Mär 21, 2006 5:27 pm

Nichts kann einen richtigen Leistungspruefstand ersetzen. Vor allem wenn es um das richtige Tuning fuer Motorlanglebigkeit und maximale Power geht.

Bild

Das ist uebrigens der dynorun vom Megasquirt Treff in Virginia nachdem ich 50 Pferde durch korrektes Timing und Fueling gefunden habe :)

Thomas
'96 Ford Probe GT, MSV3.0, MS2Extra Beta 12, Mitsubishi Coilpacks, VB921 Coil ignitor, 6-1 wheel decoder, PWM idle, LC-1 wideband O2, 550cc injectors; 155whp 153wtq

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#10 Beitragvon M-E-W » Mo Mär 27, 2006 10:10 am

So, ich hab am WE mal etwas mit Streetdyno gespielt.

Hier das Ergebnis:

http://www.megasquirt.de/bilder/displayimage.php?album=20&pos=0


die Werksangaben sind.

68 kW bei 4900 U/min

157 Nm bei 3200 - 4000 U/min

Auto noch mit original D-Jetronic

kommt der Sache ja recht nah. :wink:
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ami8break
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#11 Beitragvon ami8break » Mo Mär 27, 2006 11:09 am

http://megasquirt.de/bilder/displayimag ... m=20&pos=0
Hallo Jörg,
»es gibt eine Streetdyno-Version 0.6.82
»Niedrige Drehtzahlen bekommt man wenn man voll reinlatscht, und die
Bremse tritt. Start ist dann Loslassen der Bremse --> keine
beschleunigungsanreicherung/-abmagerung. Mit MT Dynorun
mitprotokollieren, dann sieht man auch mit NB-Sonde ob Gemisch
zwieschendurch zu mager ist.
»Gate Delay von 1ms kannst du noch optimieren wenn du ausrechnest wie
lange es dauert dass bei z.B. 6000rpm wieder ein Zündsignal daherkommt.
200Signale/s --> alle 5ms -->4ms einstellen. --> weniger Störsignale.
»Trigger up down ändern, nur in einem relatic engen Bereich kommen
vernünftige Kurven raus --> die Mitte dieser intervalle nehmen.
»Schau dir die wav-Dateien mit Goldwave oder Audacity an. Signal ev mit
Filterfunktion schönen.
»Barometer: 206kPa? Das entspräche 10m tief tauchen (Absolutdruck) :)
--> Bug von Streetdyno wenn man SI-Einheiten verwendet, also immer das
doppelte vom MAP angeben. MAP kann um bis zu 5kPa abweichen -->
kallibrieren.
»Endergebnis kann man in Excel importieren, ich glaube out ist die
Extension. Ich habe mir dann aus mehreren Runs Mittelwertkurven gemacht,
bzw auch die Abweichung (dazugezeichnet) dann sieht man wie
reproduzierbar das ganze war/ist. In Excel kann man auch ein
Formatfüllendes Diagramm zeichnen.

lg
»Horst


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